Warum werden Teenager so selten ernst genommen?

Wenn ein Teenager sein Meinung sagt, wird er von den Erwachsenen oft belächelt werd erstmal erwachsen, dann Sprechen wir weiter

Teenager Dabei wird gar nicht auf den Inhalt der Kritik geachtet, sondern Heranwachsende werden schon von vornherein nicht ernst genommen. Pubertät ist für viele ein Synonym für Dummheit und Trotzigkeit.
Als ich 16 war, hab ich meine streng religiösen Eltern und einen faulen Deutschlehrer, der in 6 Monaten keine einzige Deutschstunde zustande brachte, kritisiert und erntete nur ein müdes Lächeln, mit der Begründung ich sei in der Pubertät.
Jetzt bin ich 22 und sehe immer noch oft, dass man den „Pubertieren“ (Was für ein dämliches Wort übrigens) seltener zuhört als den Älteren. Dabei lässt man oft außer Acht, dass es tatsächlich Eltern gibt, die sich unangemessen verhalten und Lehrer, die unglaublich inkompetent sind und ihre Arbeit nicht machen.
Warum ist das so?

Antwor

Natürlich gibt es ab und zu Eltern und auch Lehrer, die sich unangemessen verhalten, daran habe ich keinen Zweifel (zudem kenne ich diese Situation auch noch von früher, als ich selber mal jung war).Allerdings hatte ich damals das Glück, dass meine Eltern immer ein offenes Ohr für meine Probleme hatten. Zudem hatte ich in der Schule auch positive Erlebnisse (nicht alle Lehrer waren schlecht, vielmehr hatte ich auch zahlreiche gute Lehrer).
Die Religion kann auch problematisch werden (bei mir waren allerdings nicht die Eltern religiös, sondern andere Personen, die bei mir Widerstand auslösten). Das kenne ich auch aus eigenem Erleben.
Ich persönlich spreche meist recht gerne mit jungen Leuten (allerdings habe ich auch schon die Erfahrung gemacht, dass es in manchen Phasen auch sehr schwierig sein kann). Das Gerechtigkeitsgefühl ist sehr stark ausgebildet, das ist zunächst mal positiv (allerdings kann es auch dazu führen, dass mancher ältere Mensch schnell „verurteilt“ wird).
Es ist wie immer in der Kommunikation: wenn man beidseitig zuhört und nicht auf ein „Gewinnen“ im Gespräch aus ist, und kompromissbereit ist, kann man gegenseitig voneinander lernen.

Antwort.2

Es kommt doch wohl mehr darauf an, in welchen Zusammenhängen Teenager Kritik üben, und letztlich ist es auch immer der Ton, der die Musik macht.

Wenn ein Lehrling einem Handwerksmeister sein Fachgebiet erklären will und obendrein behauptet, daß der Meister von nichts eine Ahnung hat, dann dürfte klar sein, daß er damit aus guten Gründen durch alle Raster fällt.

Weil Jugendliche auch sonst nicht ernst genommen werden! Ob es beim Arzt oder anderen Situationen sind! Ich wurde mal operiert und hatte nach Tagen noch schmerzen, da meinte mein Arzt das glaube ich Ihnen nicht! Ich sagte doch, ich weiß doch wann ich schmerzen habe oder nicht! Weil viele Erwachsene denken Sie wissen es ja besser! Da kann man es als erwachsener nur anders machen!

Antwort.3

Es ist eine der Versuche Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Klar könnte man sich sachlich mit der Kritik beschäftigen, aber das ist mühselig, braucht ein bisschen Wissen und man sollte auch diskutieren können. Anders gesagt ist es gewisserweise Arbeit. Dazu hat nicht jeder Bock, also holt man lieber Totschlagargumente raus, um das Gegenüber schnell abzufertigen.
Bei Jugendlichen hätten wir, dass sie ja noch Kinder sind, bei Frauen kommt immer mal wieder einfach die Aussage, dass sie ihre Tage hat, bei sozialistischer Kritik kommt unter Umständen, dass man einfach n Nazi ist und dafür bekommen linke zu hören, dass sie verträumt, versifft und realitätsfern sind.
So hat halt jede Gruppe seine eigenen Totschlagargumente.