Verhaftung: IS-Terrorist Cuspert Witwe festgenommen

Omaima A. mit dem ISIS-Finger
Omaima A. mit dem ISIS-Finger

Berlin: Verhaftung der Witwe eines in Syrien getöteten Dschihadisten

Die Witwe eines ehemaligen deutschen Rapper, wurde in Hamburg festgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft in Karlsruhe am Montag mit.

Omaima A., eine deutsch-tunesische Frau, die seit einem Jahr in Syrien ist, wird verdächtigt, Mitglied der Islamic State (IS) -Gruppe zu sein, und hat versucht, neue Mitglieder für die dschihadistische Organisation zu gewinnen.

Witwe von IS-Terrorist Cuspert in Hamburg festgenommen

Omaima A. mit dem ISIS-Finger
Omaima A. mit dem ISIS-Finger

Sie kam 2015 in Begleitung ihrer drei Kinder nach Syrien in die Türkei, wo sie ihren Ehemann mit dem Namen Nadar H gefunden hatte.

Alle fünf lebten zunächst in Raqqa, der selbsternannten Hauptstadt des “Kalifats”, in dem die junge Frau nach Angaben der deutschen Staatsanwaltschaft “in islamischer Ideologie” ihre Kinder großzog und dabei finanzielle Unterstützung vom IS erhielt.

Als ihr Mann im Frühjahr 2015 bei einem Luftangriff in Kobane starb, erhielt sie vom IS eine Entschädigung in Höhe von 1.300 USD.

Einige Monate später heiratete sie nach islamischem Recht Denis Cuspert, einen der bekanntesten ausländischen Kämpfer des IS.

Der ehemalige ghanaisch-ghanaische Rapper, der früher unter seinem Künstlernamen Deso Dogg bekannt war, war laut dem US-Außenministerium in mehreren Videos der dschihadistischen Organisation zu sehen, darunter einem, in dem er einen abgetrennten Kopf hielt.

Omaima abdi

Er war als Rekrutierer der EI-Gruppe für deutschsprachige Personen identifiziert worden.

US-Beamten zufolge hat er angeblich Drohungen gegen den ehemaligen Präsidenten Barack Obama sowie gegen US-amerikanische und deutsche Staatsbürger ausgesprochen. Berichten zufolge ermutigte er auch in westlichen Ländern lebende Muslime, Angriffe zu verüben.

Doch nach fast einjährigem Zusammenleben und vielen Auseinandersetzungen entschloss sich Omaima A., schwanger mit einem vierten Kind, im September 2016, nach Deutschland zurückzukehren, so die Staatsanwaltschaft Karlsruhe.

Seitdem lebte sie ruhig in Hamburg, wo sie nach Angaben mehrerer deutscher Medien in einer Eventagentur und als Dolmetscherin arbeitete.

Doch im April enthüllte eine libanesische Journalistin ihre Identität, nachdem sie Zugang zu den Inhalten des Telefons von Omaima A. hatte, auf dem die junge Frau an der Seite seines ehemaligen Begleiters Denis Cuspert erschien oder sogar Waffen trug.

Deutschland hat in den letzten Jahren mehrere ehemalige IS-Kämpfer vor Gericht gestellt und im April den ersten Prozess gegen eine aus Syrien zurückkehrende Frau eröffnet.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




Solve : *
26 − 12 =